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Tipps & Tricks
Und hier noch ein paar Tips für Sie
Holzfenster
WARTUNG, REINIGUNG, PFLEGE
Holzfenster werden schon im Werk fit für die unterschiedlichsten Umwelteinflüsse gemacht. Sorgfältige Imprägnierung und hochwertige Lasuren und Lacke machen Ihre Fenster widerstandsfähig. Dennoch sollten Sie ein paar Punkte beachten, damit an Ihren Fenstern kein Schaden entsteht.
- Bauen Sie Ihre Holzfenster so spät wie möglich ein! Vor dem Einputzen müssen Holzfenster immer abgedeckt werden. Bei Baumaßnahmen im Winter sowie Putz- und Estricharbeiten ist eine ausreichende Belüftung von besonderer Bedeutung. Ggf. sollte eine separate Lüftungsplanung und Kontrolle erfolgen.
- Beschädigungen an Holzfenstern müssen sofort überarbeitet werden. Es empfiehlt sich daher eine jährliche Durchsicht der Fenster.
- Die Anwendung von Pflegemilch für Holzfenster verlängert die Renovierungsintervalle, kann aber eine Renovierung nicht ersetzten. Ein Anstrich alle paar Jahre muss schon sein! Falls Renovierungsintervalle nicht eingehalten werden, kann sich Farbe ablösen, hier reicht ein normaler Anstrich nicht mehr aus: Sorgfältig abschleifen, mit Grundierung behandeln und dann 2x anstreichen. So bleibt Ihr Fenster geschützt.
- Bestimmen Sie die Belastungsgruppen und Bewitterung für Holzfenster and der Wetterseite und ermitteln Sie so die Renovierungsintervalle für die verschiedenen Arten von Holzfenstern.
- Sollten die Beschläge mal klemmen oder schwergängig sein, lässt sich dies mit einem Tropfen Öl oder entsprechendes Fett schnell und einfach beheben. Das können Sie natürlich ganz leicht selber machen. Ölen Sie deswegen die Beschläge wenigstens einmal jährlich, damit eine gleichbleibende Leichtgängigkeit gewährleistet ist.
- Mittel wie Nitro-Verdünnung, Benzin o. ä. sind zu vermeiden!
FENSTER (FLÜGEL) KLEMMT
Durchgebogene obere Blendrahmenteile sind normalerweise ein Hinweis für eine statisch mangelhafte Ausführung, wenn der Blendrahmen im oberen Bereich an einen Rolladenkasten anschließt. Wenn das Fenster ohne Rolladeneinrichtung ist und der obere Blendrahmenteil oder auch DIE SEITLICHEN BLENDRAHMENTEILE DURCHGEBOGEN sind, ist dies ein Hinweis auf Montagefehler. Die Abstände der Montageelemente (bspw. Fensterdübel) sind u.U. zu groß gewählt usw. Eine häufig auftretende Ursache liegt in der unsachgmäßen Anwendung von Polyurethan-Montage- oder -Verfüllschaum. Bei Verwendung von sogen. Einkomponenten-PU-Schäumen wird die Reaktion falsch bewertet und nach dem Motto "Viel hilft viel" wird dann der Raum zwischen Blendrahmen und Mauerwerk verschäumt. Damit der Schaum nicht zu stark nach außen tritt/expandiert und die Rahmenprofile in den Sichtbereichen durch darauf haftende PU-Schaum-Reste beschädigt werden, wird dann gern noch mit Wasser-Sprühnebel gearbeitet. Natürlich härtet die Oberfläche des Schaums dann schneller aus. Es kann aber auch dazu führen, daß der Schaum dann nicht mehr frei expandieren kann und somit versucht, den Blendrahmen vom Mauerwerk zu drücken - das Mauerwerk stellt je ein festes Widerlager dar. Wenn die Befestigung der dabei entstehenden Belastung nicht standhält und/oder der Blendrahmen zwischen den Befestigungspunkten keine ausreichende Steifigkeit aufweist, wird dieser zum Flügel hin durchgebogen. Folge: Das Kammermaß wird reduziert, Flügel hakt und klemmt.
Derartige Mängel sind normalerweise nur durch Beseitigung der Ursachen zu beseitigen. Lediglich bei geringen Durchbiegungen der senkrechten Blendrahmenteile kann u.U. mit anderen Maßnahmen gearbeitet und die Funktion des Elements auf Dauer gesichert werden.
Die unteren waagerechten Blendrahmenteile sind durchgebogen, weil der Blendrahmen bei der Montage unten auf den Brüstungsbereich aufgestellt wurde. Auch unten waagerecht muß zwischen Blendrahmen und Fensterbankbereich des Mauerwerks Luft verbleiben. Beim Aufstellen des Blendrahmens sind während der Montage an den Ecken entsprechende Distanzstücke -
Tragklötze - zu verwenden. Wenn der Blendrahmen ggf. mittig aufliegt und dadurch nach oben hin (zum Flügel) durchgebogen wird, kommt es zur Reduzierung des Kammermaßes; der Flügel hakt und klemmt.
Wenn der Flügel in der Höhe nicht so geklotzt ist, daß das Kammermaß an den Ecken stimmt, kann es zum Haken im Bereich der Kippschließplatte (untere rechte Ansicht) usw. kommen. Eine Beseitigung ist durch Umklotzen einfach möglich.
Wenn der Flügelrahmen von der Scheibe "weggebogen" ist, liegt normalerweise die Ursache nicht im System oder Element. Diese Durchbiegung entsteht besonders häufig bei Balkon- oder Terrassentüren, wenn der Rahmen an der Betätigungsolive von der Scheibe weggezogen wird. Ein Lösen der inneren Glasdichtung bzw. der Glasleiste, führt normalerweise dazu, daß das Flügelprofil wieder in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt. Zusätzlich kann - weil bspw. Kinder gern an der Tür schaukeln - zwischen äußerer Glas-Vorlagedichtung und Scheibe Versiegelung eingebracht werden; dadurch wird der Rahmen an der Scheibe verklebt und der Mangel kann nicht erneut entstehen. Hinweis: Bei Verwendung der Integratio®-Glas-Vorlagedichtung mit Klebezone (siehe empfehlenswerte Proodukte) können diese Mängel nicht enstehen.
Funktionsstörungen bspw. am Drehkipp-Beschlag entstehen also normalerweise immer dann, wenn das Beschlag-Kammermaß nicht eingehalten wird. Das Kammermaß von 12 mm resultiert aus der Höhe der Verschlußteile. So ist der Rollzapfen oder Schließnocken und das Schließstück jeweils 8 mm hoch. Wenn man nun jeweils das verbleibende Luftmaß und den Einschluß vermittelt, entsteht das Kammermaß von 12 mm.
Die obenstehende Darstellung zeigt oben links einen Flügel mit Blendrahmenbereich (oder Pfosetn-/Riegel-) in Normalstellung, mittig eine Maßdarstellung mit den Hinweisen zum Kammermaß von 12 mm und rechts den Falzbereich mit reduziertem Kammermaß - der Flügel hakt und klemmt. Die beiden unteren Schnittbilder zeigen Stulpbereiche bzw. aufgehende Mittelstücke, links in Normalstellung und rechts den Falzbereich mit reduziertem Kammermaß - auch hier wird der Flügel haken und klemmen.
Die Mittelverriegelungen unten haken bzw. der Flügel hakt, wenn das untere waagerechte Flügelprofil durchgebogen ist. Die Gründe können falsche Klotzung der Scheibe, "zu breiter" Flügel, zu hohes Scheibengewicht u.dgl. sein. Eigentlich handelt es sich also um eine statische Unterdimensionierung. Bei dunklen Fensterprofilen werden derartige Mängel noch eher sichtbar. Ohne auf die vielen Möglichkeiten der Mängelbeseitigung (bspw. Anordnung von Auflaufkeilen) einzugehen; bei der Bewertung eines derartigen Fensters ist auf die Kammermaße der anderen Falzbereiche zu achten.
WEISSE KUNSTSTOFFENSTER UND -HAUSTÜREN
Möglich sind Glasdicken von max. 23 mm bei flächenversetzten und Glasdicken bis max. 38 mm bei flächenbündigen Rahemn / Flügeln. Isolier-, Wärmeschutz- und Sonderverglasungen können eingesetzt werden.
Unsere Fenster und Haustüren werden nach den RAL-Gütebestimmungen hergestellt (System entspricht RG716/1). Die Oberfläche der Bayerwald-Kunststoffensterprofile ist so beschaffen, daß sie gegen Kalk und Zement völlig unempfindlich ist. Kalk- und Mörtelspritzer auf Beschlagsteilen und Glasscheiben sind aber zu vermeiden, weil sie Verätzungen verursachen können. Auch ein Blockieren der Beschläge könnte die Folge sein.
LACKIERTE KUNSTSTOFFPROFILE
Farbbeschichtete Kunststoff Produkte erreichen ihre volle Beständigkeit erst nach vollständiger Aushärtung. Diese wird nach der Auslieferung je nach Witterung ca. in 4-5 Wochen erreicht. Während dieser Zeit sind mechanische Bean-spruchungen zu vermeiden.
Alternativ sind hier auch Abdeckbänder geeignet, die für Acrylfarben zugelassen sind (z.B. Tesa 4172, 4438). Die Abdeckbänder müssen innerhalb 1 Woche ohne Verwendung von scharfen Gegeständen entfernt werden.
WARTUNG UND PFLEGE
Weil die Profiloberflächen glatt und durchgehend eingefärbt sind, lassen sie sich leicht reinigen und pflegen. Verwenden Sie aber zur Reinigung keine groben Scheuermittel. Damit würden Sie die schöne, glatte Oberfläche aufrauhen. Am besten nehmen Sie zur Reinigung eine leichte Spülmittellösung oder eines der im Haushalt verwendeten, übliche Seifenmittel. Allgemeine Verschmutzungen durch Staub und Regen lassen sich damit bequem und schnell beseitigen. Mittel wie Nitro, Benzin oder ähnliches sind grundsätzlich zu vermeiden.
Zur Erhaltung der lackierten Oberfläche ist eine regelmäßige, sorgfältige Reinigung und Pflege erforderlich. Dazu wird Frischwasser, bei stärkerer Verschmutzung mit einer ca. 3% herkömmlichen Handseifenlösung mit einem befeuchteten Kunstledertuch unter leichter Druckeinwirkung verwendet, anschließend mit frischem Wasser feucht nachwischen. Leichte Verfärbungen des Frischwassers bei der Erstreinigung rührt von Farbnebelrückständen her und ist ganz normal.
ENTWÄSSERUNG
In gewissen Abständen ist auch ein Kontrollieren der Ent-wässerungsöffnungen in den Blendrahmen erforderlich. Ein absolut einwandfreier Ablauf bleibt nur dann gewährleistet, wenn diese weitgehend sauber sind.
EINBAU
Den Einbau der Fenster sollten Sie möglichst spät vornehmen, damit unnötige Bauschäden und Verschmutzungen vermieden werden können. Die werkseitig aufgebrachte Folie ist spätestens nach 14 Tagen zu entfernen.
MONTAGE
Sie muß von einem Montagefachmann ausgeführt werden. Nur eine fachgerechte Montage schließt ein vorzeitiges Er-löschen der Gewährleistung aus. Besten Schutz für Ihr Fenster bietet die RAL-Montage.
ROLLOLEISTEN
Rolloleisten und sonstiges Leistenmaterial sowie Fenstergriffe werden lose mitgeliefert.
PU_SCHAUM K
(FCKW-frei) PU-Schaum ist zur Abdichtung der Elemente am besten geeignet. Ab einer Breite und Höhe von 1230 mm ist beim Ausschäumen der Rahmen auszuspreizen und mit Rahmendübel zu befestigen, damit keine Wölbung des Rahmens auftritt. Das Fensterelement sollte anschließend im Außenbereich sofort eingeputzt werden, da ungeschützter Schaum bereits nach ca. 4 Wochen porös wird und Feuchtigkeit aufnimmt und damit seinen Isolier- und Stabilisierwert verliert.
BESCHLÄGE BEI KUNSTSTOFFENSTERN
Beschläge lassen sich an drei Punkten verstellen. Sollten die Fenster schlecht schließen bzw. der Flügel streifen, kann durch Verstellen der Beschläge und zwar:
- an den 3D-Rollenzapfen im Flügel
- an der Schere oben
- am Eckband unten
- eine Nachregulierung erfolgen.
Dazu braucht Ihr Monteur bzw. Werkskundendienst nicht angefordert werden. Eventuell von uns durchgeführte Einstellarbeiten müssen wir berechnen.Wir halten für Sie einen Einstell- und Wartungstip für Beschläge kostenlos bereit.
DICHTUNGEN
Durch die zwei umlaufenden, auf verschiedenen Ebenen aufgebrachten Rahmen- und Flügeldichtungen werden sehr gute Schall- und Wärmedämmwerte erreicht.
LÜFTEN
Sorgen Sie je nach Nutzung mehrmals täglich für einen kurzen Luftaustausch. Ein gutes, gesundes Wohnklima verlangt 40% - 60% relative Luftfeuchtigkeit.
Beachten Sie: Eintretende Kaltluft senkt bei Erwärmung die relative Luftfeuchtigkeit im Zimmer. Zu viele Pflanzen oder zu dicht durch Vorhänge und Rollos abgeschlossene Fensternischen können zum Beschlagen der Fenster führen.Bereits kleine Veränderungen schaffen oft Abhilfe. Schimmelbildung im Fensterbereich setzt immer hohe Luftfeuchtigkeit und geringe Luftbewegung, gepaart mit dem Vorhandensein organischer Substanzen (Kitt, Bindefaden, Verschmutzungen), voraus. Auch hier gilt als wichtige Forderung: Sorgen Sie für einen vermehrten Luftaustausch. Wenn Sie diese Tips befolgen, werden Sie keine Feuchtigkeitsprobleme und keine schwitzenden Fenster haben.
GLASREINIGUNG
Verschmutzungen an Glasscheiben sollten Sie nicht trocken abwischen oder verreiben, sondern mit Wasser unter Zusatz von nichtscheuerndem Waschmitteln abwaschen. Hartnäckige Flecken mit einer Rasierklinge entfernen. Auf dem Glas angebrachte Aufkleber lassen sich relativ problemlos ablösen, wenn Sie sie mit lauwarmem Wasser und einem Schwamm einweichen. Keine Haushaltsstahlwolle verwenden, da ansonsten leichte Kratzspuren entstehen.
WARTUNG
Alle beweglichen Beschlagteile sind zweimal jährlich zu ölen, um eine einwandfreie Bedienung gewährleisten zu können.
SCHÄDEN
Bitte führen Sie sofort eine Eingangskontrolle durch. Für Schäden, die durch nachfolgende Handwerker verursacht werden, übernehmen wir keine Garantie.
Für die notwendige Instandhaltung und Wartung gelten die Richtlinien der Profil-, Beschlag-, Dichtungs-, Farb- und Glashersteller sowie die ÖNORM B 5305 als verbindlich.
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